Fachgerechte Tresoröffnung

Februar 5th, 2008

Viele Situationen können dazu führen dass ein Tresor oder Wertbehälter von Spezialisten geöffnet werden muss. Verlorene oder abgebrochene Schlüssel, vergessene Zahlenkombinationen, Defekte an Schloss oder Riegelwerk (meist verursacht durch mangelnde Wartung) und durch Einbruchversuche beschädigte Tresore sind die häufigsten Ursachen.Generell zu unterscheiden sind 3 Kategorien von Öffnungsmethoden: Gewaltsame Öffnung, minimal beschädigende Öffnung und völlig beschädigungsfreies Öffnen. Welche Öffnungsmethode gewählt wird muss individuell entschieden werden. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, wirtschaftliche und zeitliche Aspekte, Bauart des Tresors, Anzahl und Art der Schlösser, Schäden

Die Gewaltsame Öffnung wird in erster Linie von Einbrechern und Firmen mit wenig Hintergrundwissen und Equipment praktiziert. Die völlige Zerstörung des Tresors wird hier in Kauf genommen. Werkzeuge zur gewaltsamen Öffnung sind im Handel frei erhältlich und somit zu geringen Preisen für jedermann verfügbar. Benutzt werden hierfür meist Winkelschleifer (Flex), Bohrmaschinen, Brennschneider, Brecheisen etc. Bei hochwertigen Safes ist diese Methode sehr zeitraubend und verursacht unverhältnismäßig viel Lärm und Schmutz in der Umgebung. Tresorhersteller forschen seit vielen Jahrzehnten nach Methoden um diese Zerstörung an Wertbehältern wirkungsvoll zu erschweren. Zusätzliche Notverriegelungen, spezielle Füllmaterialien und extrem harte Platten sind in höheren Sicherheitsstufen mittlerweile Standart.

Bei Öffnungsmethoden mit minimaler Beschädigung wird in der Regel über ein Bohrloch ein Verriegelungspunkt entfernt oder ein Mechanismus betätigt. Bei dieser Art der Öffnung ist eine Reparatur relativ einfach möglich. Das Bohrloch (oft nur 5mm Durchmesser) wird mit gehärteten Materialien gefüllt und verschweißt. Wenn die Reparatur fachgerecht ausgeführt wird ist meist diese Stelle sogar widerstandsfähiger als im Originalzustand. Diese Öffnungsmethode ist wesentlich komplizierter auszuführen. Umfassendes Wissen über die von den Herstellern eingebauten Riegelwerke und Sicherheitsmechanismen ist nötig. Diese Informationen werden nur zuverlässigen Fachbetrieben von den Herstellern zugänglich gemacht. Kostenintensive Werkzeuge sind erforderlich, Spezialbohrer um harte Barrierematerialien zu durchdringen, Bohrvorrichtungen, Endoskope, Greifer, Sonden usw.

Die Kunst hochwertige Tresorschlösser beschädigungsfrei zu öffnen wird von wenigen Spezialisten praktiziert. Das Wissen um die Manipulation von Schließmechanismen wird als gut gehütetes Geheimnis bewahrt. Oberflächliche Literatur ist (nicht frei) erhältlich aber meist so allgemein gehalten dass es sehr schwer ist daraus Nutzen zu ziehen. Ein tief greifendes Wissen um die Funktion der unzähligen verschiedenen Schlösser und langjährige Erfahrung und Übung ist notwendig um erfolgreich arbeiten zu können. Das Grundprinzip der Manipulation ist dass jeder Mechanismus bei Betätigung bestimmte Verhaltensweisen zeigt und nach außen preisgibt. Bei präzise gefertigten Schlössern sind genaueste Mess- und Hilfsmittel notwendig die in der Regel speziell für diesen Zweck angefertigt werden. Diese Methode ist meist zeitaufwendiger aber bei manchen Fällen trotzdem sinnvoll. Beschädigungen die z.B. Zulassungen erlöschen lassen oder antike Stücke im Wert mindern werden dadurch umgangen. Bei gut gesicherten Behältern oder Tresorraumtüren kann es auch schwieriger und zeitaufwendiger sein ein Bohrloch an der richtigen Stelle zu platzieren. Letztendlich wird natürlich auch Zeit und Material für eine Reparatur eingespart.


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Türschließer

Februar 3rd, 2008

Die Kraft zum Schließen einer Tür wird erzeugt, indem beim Öffnen dieser eine Feder gespannt wird, die die Tür auch wieder schließt. Zur Energiekontrolle werden Schließgeschwindigkeit, Endschlag und Öffnungsbegrenzung hydraulisch begrenzt. Dieser Vorgang wird durch sogenannte Türschließer kontrolliert.

Der Bereich der Türschließer spezifiziert sich in Bodentürschließer, Obentürschließer und Rahmentürschließer.

Der Bodentürschließer findet heute nur noch selten Verwendung, da die zu erbringende Vorleistung recht aufwändig ist. Dieser Türschließer muss nämlich zunächst fest in den Boden eingegossen werden, wobei der Türflügel mit dem unteren Scharnier auf dem Schließer steht.

Am gängigsten ist die Verwendung eines Obertürschließers. Seine Montage ist einfacher und umkomplizierter als die der anderen Türschließer: Am Türsturz angebracht kann er auch noch nachträglich montiert werden.
Im Kommen sind vor allem die Unsichtbaren Obertürschließer, deren Martkanteil stetig wächst. Wie der Name vermuten lässt, kann dieser unsichtbar an Türflügel bzw. in die Türzarge integriert werden. Die Bauteile bleiben frei zugänglich. Dies macht eine Reparatur mit, wenn nötig, Austausch einzelner Teile einfach; Servicekosten bleiben gering.

Rahmentürschließer wiederum finden vor allem im Bereich der Pendeltüren ihren Einsatz. Sie werden vollständig unsichtbar in die Rahmen- und Türkonstruktion integriert.

Heutzutage sind alle Schließerverkleidungen so gestaltet, dass sie sich tadellose in vorhandene Architektur und Stile einfügen.
Je nach Herstellerangaben sind Türschließer auch für Rauch- und Brandschutztüren zugelassen.
In Feststellanlagen stellt der Türschließer als Schließmittel in einer Feststellvorrichtung ein essentielles Element dar.
Prämisse muss immer die Frage sein, ob der zu verwendende Türschließer in Kombination mit den Feststellanlagen auch in der geplanten Montageart zugelassen ist. Diese Zulassung erteilt das Deutsche Institut für Bauchtechnik, kurz DIBt. Diese ist in jedem Fall auch nachzulesen in den Herstellerangaben.


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